Schuldanerkenntnis Muster pdf

Eine wichtige Einschränkung, die in jedem Design schwer zu behandeln ist und folglich von anderen Studien auf diesem Gebiet geteilt wurde, war die Herausforderung, Schuld zu entlocken, ohne auch eine komplexe Reihe anderer Emotionen wie Scham, Wut, Ekel und negative Wertigkeit im Allgemeinen hervorzurufen. Unsere Verhaltensdaten geben einen Einblick in die komplexe Landschaft emotionaler Reaktionen, die gleichzeitig mit Schuld erfahren werden. Eine Einschränkung bei der Interpretation unserer Manipulation sozialer Folgen bestand darin, dass kein explizites Maß an perspektivischer Aufnahme oder Empathie gesammelt wurde. Außerhalb des MRT-Umfelds lieferte eine separate Stichprobe von zwölf Probanden, die nach Alter, Geschlecht, Rasse und Rekrutiert aus demselben Themenpool wie die fMRI-Teilnehmer abgestimmt waren, Bewertungen für elf verschiedene Emotionen, die durch die Szenarien ausgelöst wurden. Anhand einer Bewertungsskala von 1 bis 4 bewerteten die Teilnehmer Gefühle von Wut, Erregung, Zufriedenheit, Ekel, Peinlichkeit, Angst, Schuld, Schmerz, Scham, Spannung und Wertigkeit. Diese Bewertung wurde in einer separaten Probe durchgeführt, um die Emotionen zu charakterisieren, die bei der ersten Begegnung mit den Szenarien erlebt wurden. Das Ziel der Sammlung dieser Daten war es zu beurteilen, wie gut unsere Reize auf Schuld eingestellt waren und das Ausmaß der Überschneidung mit anderen verwandten Emotionen. Während Schuld und Konstrukte im Zusammenhang mit sozialen Folgen, wie Empathie und Perspektivgefühl, nach unserem Wissen unabhängig voneinander untersucht wurden, ist dies die erste Studie, die explizit die Rolle der sozialen Konsequenz bei der Untersuchung der neuronalen Korrelationen von Schuld berücksichtigt. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Schuldgefühle, die durch Schäden für andere entstehen, zu unterschiedlichen Erfahrungen führen und die Aktivierung in einem linken lateralisierten Netzwerk, das aus dem vorderen IFG, dem vorderen parietalen Kortex, dem ventromedialen PFC und dem lateralen orbitofrontalen Kortex besteht, differenziell moduliert.

Insbesondere war die Aktivität im vorderen IFG und im orbitofrontalen Kortex (siehe Abbildung 6b und 6c), die mit Handlungen verbunden war, die zu selbst schaden, unabhängig von der Intensität der Schuldgefühle, während die Aktivität in diesen Regionen mit Handlungen verbunden war, die zu Schaden für andere nur mit schuldstarken Gefühlen mit hoher Intensität, aber nicht für Schuldgefühle mit geringer Intensität führten. Auf der anderen Seite war der Wechselwirkungseffekt im vorderen unteren parietalen Kortex qualitativ unterschiedlich (siehe Abbildung 6a). Hier wurde die Reaktion mit einer moderaten Aktivierung auf allen Ebenen für Schuld-Selbst verbunden, während die Schuld-andere Bedingung zu einer vergleichsweise größeren Aktivierung für sehr intensive Schuldgefühle und vergleichsweise geringer Aktivierung für milde Schuldgefühle führte.

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